CUPS Drucker-Konfiguration

Linux CUPS Drucker Konfiguration

Dies ist eine allgemein gehaltene Anleitung zur Konfiguration von CUPS für einen beliebigen Drucker, der jedoch von CUPS unterstützt werden muss. Ob dies der Fall ist, kann man unter anderem auf der Website von [LINK:START:154]Linuxprinting[LINK:END] herausfinden.

 

Was CUPS ist und macht

Bei den meisten Distributionen gehört [GLOSS:CUPS] mittlerweile zu dem Standard-Druck-System. Dabei verwendet CUPS grundsätzlich Netzwerkverbindungen, um Druckaufträge anzunehmen und zu verschicken. Folglich macht CUPS auch keinen Unterschied zwischen einem Rechner im Netzwerk und der Kiste, an der man gerade sitzt. CUPS ist halt flexibel.

Installation

In der Regel wird CUPS automagisch mit installiert worden sein. Bei Debian kann man das CUPS-System als root mit

apt-get install cupsomatic-ppd cupsys cupsys-bsd cupsys-client

installieren. Bei anderen Distributionen wird man wohl eher das passende Konfigurations-Programm bemühen. Da CUPS auf ein Netzwerk angewiesen ist, muss bei dem Rechner zumindest des lokale loopback-Netzwerk konfiguriert sein. Um dies festzustellen, kann man als root

ifconfig

aufrufen und nach einer Zeile Ausschau halten, die mit "lo" beginnt. Ist dies der Fall, und der Rechner mit Hilfe von

ping localhost

erreichbar (es werden immer neue Zeilen auf den Bildschirm geschrieben, bis man mit Strg+c abbricht), dann scheint alles klar zu sein. Schlägt einer dieser Tests fehl, kann man sich gleich als root über die Datei /etc/network/interfaces hermachen, um die Zeilen

# The loopback interface
auto lo
iface lo inet loopback

und in die Datei /etc/hosts die Zeile

127.0.0.1    localhost

einzufügen und das Netzwerk mit

/etc/init.d/networking restart

neu zu starten. Zumindest geht das bei Debian so. Danach sollte der Rechner über das lokale Fake-Netzwerk unter dem Namen "localhost" erreichbar sein.

Drucker einrichten

Um CUPS zu konfigurieren, startest du deinen Browser und gibst als Adresse http://localhost:631 an. Sollte das nicht gehen, liegt das sehr wahrscheinlich daran, dass dein loopback-Netzwerk nicht funktioniert.

Wenn du die Startseite von der CUPS-Konfiguration siehst, dann kommst du zur Konfiguration für die Drucker, indem du auf "Manage Printers" klickst. Unten links auf der daraufhin neu angezeigten Seite findest du einen Link "Add Printer", dem du folgen solltest, um einen neuen Drucker einzurichten. Dazu wird man um die Eingabe des Root-Passwortes gebeten. Es erscheint ein login-Dialog des Browsers, in den man als User "root" und das entsprechende Passwort eingibt. Man kann auch über die URL http://localhost:631/admin/?op=add-printer direkt dorthin gelangen.

Im ersten Schritt wird die Eingabe eines Drucker-Namens (der keine Leerzeichen enthalten darf), eine Info, wo der Drucker angeschlossen ist und der volle Name des Druckers (jetzt mit Leer- und Sonderzeichen) erwartet.

Dann muss man die Schnittstelle angeben, an die der Drucker angeschlossen wurde.

Man wählt den Drucker-Hersteller aus,

um dann den zu verwendenden Treiber auszuwählen. Bei der darauf folgenden Seite klickt man einfach auf den Link mit dem Namen des Druckers.

Zum Schluss wird die aktuelle Drucker-Konfiguration angezeigt. Dabei hast du unter anderem die Möglichkeit, eine Test Seite zu drucken, was ich nur empfehlen kann. Sollte das klappen, aber das Drucken aus einer Anwendung heraus fehl schlagen, dann liegt der Fehler meist zwischen der Anwendung und dem Druck-System. Auch ist in der Regel das Papierformat auf "Letter" statt "A4" gestellt. Dies kann man ändern, indem man auf die Seite geht, die sich hinter dem Button "Configure Printer" verbirgt. Man wählt dann für "Page Size" A4 aus und klickt auf den darunter liegenden Button "Continue". An einer etwas längeren Wartezeit bis zur Anzeige der nächsten Seite sollte man sich nicht stören und auch den Vorgang nicht unterbrechen.

Zu guter letzt sollte man dann noch einmal auf den Knopf "Print Test Page" klicken, um eine Testseite auszudrucken. Gibt es hier Probleme, hat man vielleicht den falschen Treiber gewählt. Denn für manche Drucker gibt es mehrere Treiber zur Auswahl. Bleibt der Drucker beim Drucken der Testseite stumm, lohnt also das Ausprobieren eines anderen Treibers.

Also für einen normalen Arbeitsplatz-Rechner mit lokalem Drucker (also für den Heim-Bedarf) ist man dann eigentlich schon fertig. Manchmal möchte man aber vielleicht noch etwas mehr Komfort beim Drucken aus Anwendungen haben. Für solche Fälle gibt es Programme wie "gtklp", die man dann beim Druckbefehl in einer Anwendung statt "lpr" angibt. Wer in einem Netzwerk mehreren Rechnern die Benutzung eines Druckers erlauben will, der findet [DOC:START:132]hier[DOC:END] eine Anleitung dazu.

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