Debian CDs mit Jigdo runterladen

Linux Debian CDs mit Jigdo runterladen

Debian hat für seine Anwender nicht nur eine Tages-aktuelle online update Funktion parat, sondern bietet auch die Möglichkeit, CDs komplett aus dem Internet herunter zu laden. Ob man die CDs selbst aus dem Internet runter geladen hat, sie im Laden um die Ecke gekauft oder von einem Freund per Schneckenpost geschickt bekommen hat, es ist mit jigdo ein Leichtes, sie auf dem neuesten Stand zu halten, ohne dabei viel Geld zu bezahlen. Denn jigdo lädt nur die Unterschiede zwischen den CDs herunter, wodurch viel Online-Zeit und damit auch Geld gespart wird. Manch einer aktualisiert seine CDs auch einfach Sonn- und Feiertags, wenn man besonders günstig surfen kann.

Um Jigdo benutzen zu können, benötigt man natürlich erstmal das entsprechende Programm. Auf der [LINK:START:239]Jigdo-Homepage[LINK:END] findet man neben einer Linux-Version und einem aktuellen Debian Paket von dem Programm mit dem Namen jigdo-lite sogar je eine Version für Windows und Solaris. Debian Nutzern wird die Installation des Paketes von der Homepage ans Herz gelegt, da das in woody enthaltene Paket wohl nicht mehr auf dem neuesten Stand ist. Das entsprechende Paket wird mit dpkg als root installiert:

dpkg -i jigdo-file_0.6.9-1_i386.deb

Danach holt man sich von der Website für die [LINK:START:240]europäischen Server[LINK:END] die *.jigdo Dateien passend zu dem Rechner-Typ, den man hat. bei einem gewöhnlichen PC findet man diese Dateien in "i386/". Wer auf Sicherheit bedacht ist, der lädt auch die Datei "MD5SUMS" runter. Darin befinden sich die Prüfsummen der zu erzeugenden ISO Image Dateien. Damit man überprüfen kann, ob die Dateien von einer Autorisierten Person erzeugt und auf dem Server abgelegt wurden, ist die Datei mit den Prüfsummen digital signiert. Diese Signatur kann man mit

gpg --verify MD5SUMS

überprüfen, wenn man GnuPG installiert hat. Den Download mit einer CD-Image Datei (Endung *.iso) wird gestartet, indem man jigdo-lite aufruft und dabei eine der zuvor beschafften *.jigdo Dateien angibt. Also etwa

jigdo-lite woody-i386-1.jigdo

für die erste CD von Debian woody. Danach werden zwei wichtige Angaben abgefragt:

  • Es wird nach einem Verzeichnis gefragt, in das die bereits vorhandene CD eingehängt (gemountet) ist. Mit Hilfe dieser Angabe kann jigdo-lite die bereits vorhandene CD einlesen und die Unterschiede erkennen. Wenn man eine CD komplett neu runter laden oder einen unterbrochenen Download fortführen will, bestätigt man einfach mit Enter.
  • Danach wird ein Debian Spiegel-Server erfragt, der benutzt werden soll. Hier gibt man einen Server seiner Wahl an. Im Zweifelsfall müsste aber auch ein einfaches Drücken von Enter reichen.

Um eine CD erstellen zu können, wird erstmal eine Template-Datei herunter geladen. Diese ist etwas größer. Danach wird - falls angegeben - die alte CD-Rom eingelesen und eine ISO Datei erzeugt, die jedoch noch nicht alle Pakete enthält. Das Herunterladen der kleinen CD-Häppchen erfolgt danach. Es werden immer ein paar kleine Dateien herunter geladen und danach in die vorläufige ISO Datei geschrieben. Wird der Download unterbrochen, sind nur die zuletzt besorgten Datei-Häppchen weg. Startet man jigdo-lite danach erneut, kann man den Download fortsetzen. Eine fertig erstellte ISO Datei wird auf Korrektheit geprüft.

Will man nun sicher stellen, dass es sich um eine offizielle Debian CD handelt, überprüft man noch die Prüfsumme anhand der signierten MD5SUMS Datei. Dabei liefert

md5sum debian-30r1-i386-binary-1.iso

einen Zeichenwirrwar, der mit dem in der MD5SUMS Datei in der Zeile mit dem gleichen Dateinamen (in diesem Beispiel "debian-30r1-i386-binary-1.iso") überein stimmen muss. Wer noch Fragen zu Jigdo hat, findet übrigens [LINK:START:241]hier[LINK:END] eine gute Dokumentation dazu.

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