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Archivformate: tar, gz, bz2, zip
Im Internet findet man allerhand Archive in den unterschiedlichsten Formaten. Während das Paketformat "rpm" beispielsweise bei Red Hat, SuSE und Mandrake und "deb" bei auf Debian basierenden Distributionen verwendet wird, kann auf jedem Linux- und Unix-Rechner das Archivformat "tar" gepackt und entpackt werden. In diesem Dokument geht es um tar-Archive, die mit gzip oder bzip2 komprimiert worden sind und um zip-Archive, die aus der DOS/Windows-Welt bekannt sind.
Endung: "tar" Ein "tar"-Archiv wird mit folgendem Befehl ausgepackt:
tar xfv [ARCHIVNAME].tar Die Optionen bedeuten folgendes: "x" steht für extract, also auspacken, "f" für file (aus einer Datei) und "v" für verbose (gesprächig). Verwendet man statt "x" ein "c" (create), kann man Verzeichnis und/oder Dateien einpacken und ein eigenes Archiv erzeugen.
tar cfv [ARCHIVNAME].tar [VERZEICHNIS1] [VERZEICHNIS2] [DATEI1] [DATEI2] Möchtest du dir den Inhalt eines Archives auflisten lassen, so verwendest du den Schalter "t":
tar tfv [ARCHIVNAME].tar
Endung: "gz"
gzip [DATEINAME] Als Ergebnis erhält man die Datei namens "[DATEINAME].gz". Genauso einfach kann man diese wieder dekomprimieren:
gunzip [DATEINAME].gz Das Ergebnis ist wieder der ursprüngliche Dateiname [DATEINAME]. Das tar-Kommando kann übrigens komprimierte Archive erzeugen bzw. entpacken:
tar cfvz [ARCHIV].tar.gz [VERZEICHNIS1] [DATEI1] Manchmal findet man übrigens Archive mit der Endung "tgz". Das ist jedoch nichts anderes als "tar.gz".
Endung: "bz2"
bzip2 [DATEI] Das Ergebnis ist eine Datei namens "[DATEI].bz2". Das Dekomprimieren funktioniert ähnlich:
bunzip2 [DATEI].bz2 Das tar-Kommando kann das Zusammenfassen und Komprimieren bzw. Dekomprimieren und Auspacken auch in einem Schritt erledigen:
tar cfvj [ARCHIV].tar.bz2 [VERZEICHNIS1] [DATEI1] Sollte das Entpacken einer *.tar.gz Datei mit dem tar-Kommando nicht funktionieren, gibt es auch noch eine andere, aber kompliziertere Möglichkeit:
gzip -dc [DATEI].tar.gz | tar xfv - Der erste Befehl dekomprimiert die Datei und schickt das Ergebnis auf die sogenannte "Pipe". Das tar-Kommando greift sich von dieser "Pipe" die Daten und entpackt diese. Die "Pipe" kann man sich wie eine Zwischenablage vorstellen. Hinweis: Wenn man beim Kommando "tar" ein Minus vor die Optionen setzt, dann wird die Angabe für den Dateinamen ("f") als letztes erwartet, z. B. "tar -xvzf datei.tgz". Andernfalls gibt es eine Fehlermeldung.
Endung: "zip" zip [ARCHIV].zip [DATEI1] [DATEI2] Möchte man hingegen Dateien in einer kompletten Verzeichnisstruktur archivieren, so lautet das Kommando: zip -r [ARCHIV].zip [VERZEICHNIS1] [VERZEICHNIS2] Mit dem folgenden Befehl kann man sich den Inhalt eines ZIP-Archivs ausgeben lassen: unzip -l [ARCHIV].zip Zuguterletzt kann ein ZIP-Archiv auch wieder entpackt werden: unzip [ARCHIV].zip Der ZIP-Algorithmus wird beispielsweise von OpenOffice.org verwendet, um die XML-Daten zu komprimieren.
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