Laufwerke und andere Geräte

Linux Laufwerke und andere Geräte

Diskettenlaufwerke
Unter Linux gibt es keine Laufwerksbuchstaben wie "A:" und "C:", sondern "Gerätedateien", die du unterhalb des Verzeichnisses /dev/ findest. Das erste Diskettenlaufwerk (A:) heißt hier "/dev/fd0", das zweite (B:) "/dev/fd1".

EIDE- und ATAPI-Geräte
Bei EIDE-Festplatte und ATAPI-Geräten (ZIP, CD-ROM-Laufwerk) orientiert sich Linux an der Hardwarekonfiguration. Wenn deine Festplatte als "Master" am ersten IDE-Controller hängt, dann heißt die dazugehörige Gerätedatei "/dev/hda", wenn sie als "Slave" am ersten IDE-Controller hängt "/dev/hdb". Das CD-ROM-Laufwerk als "Master" am zweiten IDE-Controller ist unter "/dev/hdc" anzusprechen. Da man an den beiden IDE-Controllern zusammen maximal vier Geräte anschließen kann, ist "/dev/hdd" das letzte IDE-Gerät ("Slave" am 2. IDE-Controller). Geräte am zusätzlichen UDMA/66- oder UDMA/100-Controller fangen bei "/dev/hde" an.

SCSI-Geräte
Bei SCSI werden die Festplatten nach der ID durchnummeriert. Eine SCSI-Festplatte mit der ID 0 (meistens die Boot-Festplatte) ist unter dem Gerät "/dev/sda" anzusprechen, eine weitere Festplatte mit der ID 1 unter "/dev/sdb" usw. Das SCSI-CD-ROM-Laufwerk mit der niedrigsten ID heißt "/dev/scd0", ein CD-Recorder mit einer höheren ID "/dev/scd1". Ein SCSI-Scanner ist ein generelles SCSI-Gerät und lässt sich über "/dev/sg0" ansprechen.

Partitionen von Festplatten
Eine Festplatte darf maximal vier Partitionen und fast beliebig viele logische Partitionen innerhalb einer erweiterten Partition enthalten. Die primären/erweiterten Partitionen werden von 1 bis 4 durchnummeriert, die logischen Partitionen ab 5. Die primäre Partition der Festplatte "/dev/hda" lautet also "/dev/hda1", eine erweiterte Partition meistens "/dev/hda2". Die beiden logischen Partitionen in der erweiterten Partition kann man über "/dev/hda5" und "/dev/hda6" ansprechen. Bei SCSI heißen die logischen Partitionen entsprechend "/dev/sda5" und "/dev/sda6".

ZIP-Laufwerk SCSI
Wenn du dein SCSI-ZIP-Laufwerk unter Linux verwenden möchtest und nicht genau weißt, unter welcher Gerätedatei es angesprochen wird, legst du eine ZIP-Diskette in das Laufwerk und rufst "fdisk -l" auf. Dadurch werden alle Partitionen der angeschlossenen Festplatten und ZIP-Laufwerke aufgelistet. Dort findet man es meistens unter "/dev/sdb4"...

Schnittstellen
Unter Linux heißen die beiden seriellen Schnittstellen nicht "COM1:" oder "COM2:", sondern "/dev/cua0" und "/dev/cua1" bzw. "/dev/ttyS0" und "/dev/ttyS1". Die erste parallele Schnittstelle (LPT1:) heißt "/dev/lp0", die zweite "/dev/lp1" usw. Eine angeschlossene PS/2-Maus wird über die Gerätedatei "/dev/psaux" angesprochen.

DOS vs. Linux
Die folgende Tabelle stellt einige Laufwerksbuchstaben/Gerätedateien von DOS/Linux gegenüber:

 

Linux DOS Beschreibung
/dev/cua0 COM1: erste serielle Schnittstelle
/dev/cua1 COM2: zweite serielle Schnittstelle
/dev/lp0 LPT1: parallele Schnittstelle
/dev/psaux ??? PS/2-Anschluss
/dev/fd0 A: erstes Diskettenlaufwerk
/dev/fd1 B: zweites Diskettenlaufwerk
/dev/hda1 C: Primäre Partition der ersten Festplatte
/dev/hda2 --- erweiterte Partition
/dev/hda5 D: erstes logisches Laufwerk der erweiterten Partition der ersten Festplatte
/dev/hda6 E: zweites logisches Laufwerk der erweiterten Partition der ersten Festplatte
/dev/hdc F: als Master am zweiten IDE-Controller angeschlossenes Gerät (meistens CDROM-Laufwerk)

 

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